Tour 26 – Fladungen-Lichtenburg: Tribut ans Kneipensterben

An allen Ecken und Enden macht es sich bemerkbar, das Kneipensterben im ländlichen Raum. Bei Tour 26 ist davon die gesamte Dramaturgie der Wanderung betroffen. In der zweiten Hälfte der recht langen Tour sind sämtliche drei Einkehrmöglichkeiten weggebrochen, wie es sie noch vor wenigen Jahren gab. Insbesondere die „Linde“ in Filke ist ein so herber Verlust, daß man sagen kann: Es lohnt nicht mehr, dorthin auszugreifen.

Als kurzfristige Lösung für die Benutzer der bisherigen Auflagen (in der Auflage 2010 wurde die Tour neu konzipiert) schlage ich daher vor, sich auf die im Buch angegebene Kurzvariante zu beschränken, die von der Lichtenburg den Abstieg nach Ostheim vorsieht und von dort Rückkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Als besondere Möglichkeit bietet sich an Sonn- und Feiertagen das Rhön-Zügle an. Alle Verbindungen erfragen lassen sich über das kostenlose Sprachdialogsystem der Deutschen Bahn, Tel. 0800-150 70 90 oder die Fahrplanauskunft.

Status als Biosphärenreservat in Gefahr

14. Juli 2008 – Drei Prozent der Rhöner Biosphärenreservatsfläche müssen als Kernzone ausgewiesen werden, in welcher wirtschaftliche Nutzung tabu ist, will die Region das begehrte Prädikat behalten. In allen drei an der Rhön beteiligten Bundesländern gibt es aber ein eher mehr als minder ausgeprägtes Kernzonendefizit. Besonders im bayerischen Teil ist die Lage prekär: Hier müßte eine zehnmal so große Fläche als bisher zur Kernzone erklärt werden. Fünf Jahre bleiben noch Zeit, um die fälligen Entscheidungen zu treffen. Man darf gespannt sein, wie die Politik unter dem Druck divergierender Interessen (Waldbesitzer, Tourismusbranche, Naturschutz) zu einer Lösung des seit 15 Jahren bekannten Dilemmas kommen will.

Artikel Fuldaer Zeitung | Kommentar


Gruppenübernachtung auf Burg Schwarzenfels

Zukünftig können Gruppen ab acht Personen in den großzügigen, hellen Räumen des ehemaligen Jugendfreizeitheims auf Burg Schwarzenfels (Tour 29)  übernachten bzw. auch einige Tage verbringen. Es stehen insgesamt 44 Betten bereit. Das Angebot richtet sich vorläufig an Selbstversorger, die die moderne Küche und den Speisesaal nutzen können. Außerdem gibt es zwei Gaststätten im Ort. Weitere Informationen erhält man über die „Ritter Schwarzenfels“.

Damit erweitern sich die Möglichkeiten, die lange Tour 29 wie im Buch empfohlen auf zwei Tage zu verteilen oder auch mit Tour 28 zu kombinieren. Besonders für Schulklassen auf Wanderfahrt vielleicht eine Möglichkeit…