Ergänzend zum Volkersberg (Tour 29)

Ein Leser wies mich darauf hin, dass aktuelle Forschungen (Guido Sauer, Pilgerstätte Volkersberg, Hinckel-Druck GmbH Wertheim, 2011) ein neues Licht auf die Bezeichnung „Berg Sinai“ werfen. Ich schrieb auf S. 137 (Tour 29):

Volkersberg Rhoen (Ralf Sauer)

Dass der markante Basaltkegel Berg Sinai genannt wurde – die lateinische Inschrift über dem Portal der Klosterkirche bedeutet: „Dies ist der gottgeweihte Bau auf dem Berge Sinai“ -, ist ein Wortspiel, das auf die Höhenlage zwischen den Tälern von Großer und Schmaler Sinn Bezug nimmt.

Hier wäre zu ergänzen:

[ist einerseits ein Wortspiel…]  Zum anderen weist sie auf das Ziel der jungen franziskanischen Gemeinschaft hin, nach den furchtbaren Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges wieder für Ordnung und Sicherheit zu sorgen, orientiert an den von Mose auf dem Sinai empfangenen Zehn Geboten.

Möglich sei auch im folgenden Absatz eine Ergänzung:

… In zwei Minuten sind Sie in Volkers (2) (45 Min.). Falls Sie eine gute Stunde Zeit investieren wollen, empfiehlt sich der Aufstieg (50 Höhenmeter) auf den Volkersberg mit neu gestalteter Wallfahrtskirche und Klosterschänke.

Letzteres ist natürlich angesichts der 22 km-Wanderung so eine Sache. Wer die Tour in einem Rutsch machen will, wird sich mit dem schönen Ausblick auf das Höhenkloster begnügen. Wer allerdings meinem im Buch gegebenen Vorschlag zur 2-Tage-Tour mit Übernachtung in Schwarzenfels folgt, sollte auf jeden Fall den Abstecher auf den „Berg Sinai“ machen. Nur dann wird man den Geist dieses in der Südrhön einzigartigen Gnadenortes erfassen.

Bildquelle: Volkersberg privat

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