Wanderweg-Verlegung beim Dreistelz-Aufstieg

Bei Tour 28 Brückenau – Dreistelz wurde der Rhönklub-Weg oberhalb von Wernarz verlegt. Dies wird in der nächsten Auflage berücksichtigt.

Die alte Wegführung ist u.a. wegen einer Windbruchfläche nur noch schlecht nachvollziebar. Wer mit GPS umgehen kann, kann den gpx-Track der Tour hier herunterladen.

Tour 26 – Fladungen-Lichtenburg: Tribut ans Kneipensterben

An allen Ecken und Enden macht es sich bemerkbar, das Kneipensterben im ländlichen Raum. Bei Tour 26 ist davon die gesamte Dramaturgie der Wanderung betroffen. In der zweiten Hälfte der recht langen Tour sind sämtliche drei Einkehrmöglichkeiten weggebrochen, wie es sie noch vor wenigen Jahren gab. Insbesondere die „Linde“ in Filke ist ein so herber Verlust, daß man sagen kann: Es lohnt nicht mehr, dorthin auszugreifen.

Als kurzfristige Lösung für die Benutzer der bisherigen Auflagen (in der Auflage 2010 wurde die Tour neu konzipiert) schlage ich daher vor, sich auf die im Buch angegebene Kurzvariante zu beschränken, die von der Lichtenburg den Abstieg nach Ostheim vorsieht und von dort Rückkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Als besondere Möglichkeit bietet sich an Sonn- und Feiertagen das Rhön-Zügle an. Alle Verbindungen erfragen lassen sich über das kostenlose Sprachdialogsystem der Deutschen Bahn, Tel. 0800-150 70 90 oder die Fahrplanauskunft.

35 – Rhöner Wein

Von Hammelburg durch die nördlichsten fränkischen Weinlagen

Daß die rauhe Rhön auch mit einem edlen Tropfen aufwarten kann, verdankt sie den sonnenbeschienenen Muschelkalkhängen an ihrem Südrand. Das milde Klima Mainfrankens macht sich hier schon bemerkbar und läßt einen charaktervollen Franken gedeihen, den wir gerne verkosten. Danach wandern wir beschwingt zu jenem Aussichtspunkt über dem Saaletal, von dem sich der Abschiedsblick dieser Wanderung – und dieses Büchleins – präsentiert.

Eine Einkehrmöglichkeit unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Foto: wiki.commons

34 – Salz der Erde

Von Bad Neustadt nach Maria Bildhausen

Am Übergang der Südrhön ins fruchtbare Grabfeld liegen mineralreiche Salzquellen, die schon früh ein Anziehungspunkt waren. Von hier ging die Urbarmachung der Rhön südlich des Hauptkamms aus, Klöster und Burgen waren die Stützpunkte, zwei herausragende Beispiele sind Ziele der heutigen Wanderung.

2 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch .

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Maria Bildhausen

Der Wanderweg führt durch das spätromanische Torgebäude in die ehemalige Klosteranlage, die heute eine Pflegeanstalt mit Werkstätten für geistig behinderte Menschen beherbergt.

Die um die Mitte des 12. Jahrhunderts gegründete Zisterzienserabtei hat die Hauptpionierarbeit für die Entwicklung des Christentums in der Südostrhön geleistet. Daß eines der reichsten Klöster Frankens Ziel der Bauernaufstände wurde, verwundert nicht weiter, der "Bildhäuser Haufen" ging in die Geschichte jener Zeit ein. Was wir sehen, ist Ergebnis des nach den Zerstörungen erfolgten Wiederaufbaus.

Die Renaissancefassade am Gebäudekomplex linker Hand – Kanzlei, dahinter Abtswohnung gefolgt vom Archivturm – demonstriert den Machtanspruch der Kirche in der Zeit der Gegenreformation kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg. Bei schönem Wetter können Sie im Biergarten dieses einstige  Verwaltungszentrum eines Klosterbesitzes auf sich wirken lassen und dabei einen Großteil der parkartigen Anlage überschauen, in der noch weitere Gebäude liegen.

Foto: Panoramio/Wolfgang Nimke

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33 – Minnesang & Biedermeier

Schloß Aschach

Die Dornröschenecke der Rhön bei Bad Bocklet

Nur ein, zwei Flußschleifen vom quirligen „Weltbad“ Kissingen saaleaufwärts schlägt der Puls der Zeit so leise, daß immer wieder das Wort vom „Dornröschenschlaf“ den Zauber dieses stillen Winkels am Rande der Rhön einzufangen sucht. Sei es das „Biedermeierbad“ Bocklet, das Kirchlein mit dem Minnesängergrab, die Graf Luxburgischen Gemächer in Schloß Aschach, anmutige Bilder der Vergangenheit setzen die Glanzlichter dieser Wanderung an der Fränkischen Saale.

2 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Foto: Wiki-Commons/Michael Fries

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Otto von der Bodenlauben – Ein Minnesänger und Kreuzritter aus der Rhön

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32 – Die Schwarzen Berge

charakteristische Bergwiese der Schwarzen Berge Höhenwanderung am Rande des Sinntals

Der Höhenzug der Schwarzen Berge südwestlich des Kreuzbergmassivs wirkt von Ferne gewiß etwas düster, wozu auch die Fichtenaufforstungen in den Hochlagen beitragen. Aus der Nähe betrachtet und wenn man mehr in den mittleren Lagen wandert, überwiegt dagegen das Bild einer malerischen Parklandschaft aus Wiesen, Heckenstreifen und eingestreuten Laubwaldbeständen, wobei kleinere Flecken „echter“ Hochrhönmatten nicht fehlen.

2 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Geocaches: Die Tour startet beim Earthcache „Tintenfaß“, einem tiefdunklen Basaltsee in einem ehemaligen Steinbruch.

Später verläuft die Route unweit des Earthcache „Vulkankrater Gebirgsstein“, dessen Zugang man normalerweise leicht übersieht. – Durch Basaltabbau wurde hier die Struktur eines ehemaligen Vulkankraters wieder sichtbar und zeigt in einzigartiger Weise einen Querschnitt durch den Schlackenkegel mit dem darin liegenden Lavasee.

Foto: Marco Klüber

31 – Rhön am Main

Von Gemünden nach Hammelburg

Zwei Grenzflüsse der Rhön münden bei Gemünden in den Main, Sinn und Fränkische Saale. Diese gilt zwar geographisch als Südgrenze der Rhön, geologisch aber "schwappt" das Basaltgebirge in Gestalt des Sodenberges noch ein wenig über sie hinaus. S.a. Tour 35 .

Dies ist die einzige Streckenwanderung in diesem Führer. Die Rückkehr von Hammelburg erfolgt bequem mit der Bahn.

3 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch .

Foto (Schloß Saalecker Wald): Oliver Mohr/pixelio

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29 – Berg Sinai & Schwarzenfels

Von Bad Brückenau zur südwestlichsten Rhönburg

Zwei typisch Rhöner Basaltkegel sind die Wegmarken dieser Wanderung. Auf dem einen steht ein Kloster, auf dem anderen eine Burg.

Wir starten im Kurpark von Bad Brückenau und steigen am etwas erhöht gelegenen Fürstenhof vorbei aus dem Sinntal. In diesem Gebäude verbrachte Bayernkönig Ludwig I. sechsundzwanzig Kuraufenthalte, darunter die wilden Liebessommer mit Lola Montez.

2 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Übernachtung: Für die 22 km lange Tour wird auf die Möglichkeit der Übernachtung in Schwarzenfels hingewiesen (neben Gasthof auch Gruppenquartier), wobei dann auch eine Kombination mit Tour 28 möglich wird.

Ergänzung zum Kloster Volkersberg

Foto: Stefan Etzel

28 – Sommerfrische des Bayernkönigs

Von Bad Brückenau auf den Dreistelz

„Süße Düfte streut die Linde in dem schönen Brückenau“. So besang König Ludwig I. „sein“ Kurbad, das er 1833 mit einem griechischen Tempelbau geschmückt hatte (Kursaal), der auch heute noch Blickfang der Anlagen ist. 1847 verbrachte er den schönsten Sommer seines Lebens hier, denn, so fährt das Gedicht fort, „Unter Zweigen, die sich neigen, wallt die allerschönste Frau“. Gemeint war Lola Montez, die ihn um Verstand und Krone brachte. Mit ihr war der Bayernkönig in der Equipage auch zum Dreistelz hinaufgefahren, dem Hausberg Brückenaus, den wir freilich auf Schuster’s Rappen in Angriff nehmen.

3 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Foto: Stefan Etzel

26 – Goethes Rhön ist schön

Rechts und links des Streutals bei Ostheim

Die Gegend um Ostheim war als Besitz der Weimarer Herzöge bis ins 20. Jahrhundert eine thüringische Exklave in bayerischem Gebiet. Goethe besuchte 1780 als junger „Infrastrukturminister“ diesen sonnengesegneten Landstrich am Fuße der Hohen Rhön und erkannte hier – im Schatten der Lichtenburg – sein Lebensziel.

2 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Foto: rhoenline.de