27 – Die Hohe Geba

Aufs Dach der thüringer Rhön

Einen heiteren Tag mit guter Fernsicht sollte man sich für diese Wanderung schon wählen, denn dann bietet sich jene herrliche Vogelperspektive auf die fränkisch-thüringische Rhön, für die die Hohe Geba berühmt ist.

Aus einem der Talorte steigen wir durch die typische Heckenlandschaft der Gegend an, gewinnen einen immer weiteren Überblick und staunen dann nicht schlecht über die großen, wohlbestellten Felder auf dem ausgedehnten Gebagipfel. Daß hier auf offener Hochfläche im gesamten Gipfelbereich trotz einer Höhenlage von 700 m noch intensiv Ackerbau betrieben wird, ist einmalig in der Rhön. Gute Böden und die günstige Südlage machen es möglich. Dieser natürliche Vorzug war auch der Grund dafür, daß schon 1189 eine Ansiedlung auf dem Berg erwähnt wird.

Bis zum Zusammenbruch des Ostblocks lag auf dem höchsten Punkt des Gebaberges der westlichste militärischen Großhorchposten des Warschauer Paktes auf europäischem Boden. Von den „Russenbauten“ ist heute kaum noch etwas zu sehen. Im neuerbauten „Gebatreff“ befindet sich außer dem Bergstübchen als Einkehrmöglichkeit ein kleines Museum über die sowjetische Stationierung auf dem Berg sowie eine Informationsstelle. Hinter der kleinen Meininger Hütte läßt sich vom Aussichtshügel die Rundumsicht genießen, die durch eine Panoramaplatte erschlossen wird. Im Rhönkulturgarten wird auf einer Fläche von rund 3,5 ha den Besuchern die einzigartige Pflanzenwelt und Geologie der Rhön nahe gebracht.

Der Abstieg führt uns dann noch zu einem Landgasthof, aus dessen Biergarten man eine herrliche Aussicht genießen kann.

2 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Foto: Stefan Etzel

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