Tour 26 – Fladungen-Lichtenburg: Tribut ans Kneipensterben

An allen Ecken und Enden macht es sich bemerkbar, das Kneipensterben im ländlichen Raum. Bei Tour 26 ist davon die gesamte Dramaturgie der Wanderung betroffen. In der zweiten Hälfte der recht langen Tour sind sämtliche drei Einkehrmöglichkeiten weggebrochen, wie es sie noch vor wenigen Jahren gab. Insbesondere die „Linde“ in Filke ist ein so herber Verlust, daß man sagen kann: Es lohnt nicht mehr, dorthin auszugreifen.

Als kurzfristige Lösung für die Benutzer der bisherigen Auflagen (in der Auflage 2010 wurde die Tour neu konzipiert) schlage ich daher vor, sich auf die im Buch angegebene Kurzvariante zu beschränken, die von der Lichtenburg den Abstieg nach Ostheim vorsieht und von dort Rückkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Als besondere Möglichkeit bietet sich an Sonn- und Feiertagen das Rhön-Zügle an. Alle Verbindungen erfragen lassen sich über das kostenlose Sprachdialogsystem der Deutschen Bahn, Tel. 0800-150 70 90 oder die Fahrplanauskunft.

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26 – Goethes Rhön ist schön

Rechts und links des Streutals bei Ostheim

Die Gegend um Ostheim war als Besitz der Weimarer Herzöge bis ins 20. Jahrhundert eine thüringische Exklave in bayerischem Gebiet. Goethe besuchte 1780 als junger „Infrastrukturminister“ diesen sonnengesegneten Landstrich am Fuße der Hohen Rhön und erkannte hier – im Schatten der Lichtenburg – sein Lebensziel.

2 Einkehrmöglichkeiten unterwegs. Detaillierte Wegbeschreibung, Karte, Höhenprofil und Hintergrundinfos im Buch.

Foto: rhoenline.de